Al-Andalus in Zürich

Die im Rahmen des SNF-Projektes Mudejarismo und maurisches Revival in Europa erarbeitete Ausstellung präsentiert die während eines Spanienaufenthalts in den Jahren 1845-1846 entstandenen Architekturstudien des Zürcher Malers Wilhelm Meyer. Wie zahlreiche Schriftsteller, Künstler und Architekten des 19. Jh. so war auch Meyer von den islamischen und mudéjarischen Bauten Spaniens fasziniert. Achtzehn seiner minutiös ausgearbeiteten Bleistiftzeichnungen und Aquarelle, die in einem Folioband vereint wurden und sich heute in der Grafischen Sammlung des Kunsthauses Zürich befinden, dokumentieren die Bedeutung von al-Andalus für die Kunst und Architektur des 19. Jh. Zentrale Themen der Ausstellung sind die Revalorisierung des islamischen Erbes von al-Andalus, dessen Beschreibung und zeichnerische Darstellung sowie die kontrovers geführte Polychromie-Debatte oder die Rolle des islamischen Ornaments für die Schaffung eines neuen Stils. – FG