Córdoba

Die Stadt am Guadalquivir

Wilhelm Meyers am 25. Februar 1846 datierte Bleistiftzeichnung Cordoue La Caraola ist das eindrücklichste Blatt der in Córdoba entstandenen Studien des Zürcher Konvoluts. Es belegt die Vorliebe des Malers für Panorama-Ansichten, wie sie auch aus Granada und Gibraltar existieren. Meyer wählte einen Standort auf der gegenüberliegenden Uferseite, die von der in islamischer Zeit entstandenen Torre de la Calahorra dominiert wird. Sein Interesse galt dem eindrücklichen Ensemble aus islamischen und christlichen Bauten, die den Bildhintergrund dominieren. Bei genauer Betrachtung fällt ihre detaillierte Darstellung auf. Im Vordergrund gibt Meyer die malerische Flusslandschaft des Guadalquivir mit ihren einst zur Bewässerung der ausgedehnten Gartenanlagen des angrenzenden Alcázar genutzten Mühlen wieder. Die aus römischer Zeit stammende Brücke, die beide Ufer miteinander verbindet, unterstreicht die historische Bedeutung der Stadt. – FG